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Der Harz ist eines der beliebtesten Mittelgebirge Deutschlands und ein faszinierendes Revier für Motorradfahrer. Zwischen Goslar, Clausthal-Zellerfeld, Braunlage, Wernigerode, Hasselfelde, Thale und dem Südharz wartet ein dichtes Netz aus kurvenreichen Bergstraßen, steilen Anstiegen und abwechslungsreichen Nebenstrecken. Tiefe Wälder, eindrucksvolle Talsperren, historische Fachwerkstädte und geheimnisvolle Sagen begleiten nahezu jede Motorradtour durch den Harz.
Der Harz liegt im Herzen Deutschlands und erstreckt sich über Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Diese zentrale Lage macht die Region zu einem gut erreichbaren Ziel für einen Wochenendausflug oder einen längeren Motorradurlaub. Auf vergleichsweise kleiner Fläche finden Motorradfahrer eine erstaunliche Vielfalt aus Hochflächen, Flusstälern, Stauseen und kurvenreichen Straßen.
Mit dem 1.141 Meter hohen Brocken erhebt sich im Harz der höchste Berg Norddeutschlands. Rund um das sagenumwobene Brockenmassiv führen einige der bekanntesten Motorradstrecken der Region. Das Fahrgefühl wird vom ständigen Wechsel zwischen Berg und Tal, dichten Waldpassagen und offenen Höhenzügen geprägt.
Klassische Hochgebirgspässe wie in den Alpen besitzt der Harz nicht. Passähnliche Bergstraßen rund um Torfhaus, Sonnenberg, Sankt Andreasberg und den Sieberpass vermitteln dennoch echtes Gebirgsgefühl. Viele Straßen überwinden auf wenigen Kilometern beträchtliche Höhenunterschiede und bieten zahlreiche Kurven.
Eine Motorradtour im Harz muss nicht besonders lang sein, um zu begeistern. Schon auf einer Strecke von 150 bis 200 Kilometern können Motorradfahrer mehrere Talsperren, historische Orte und anspruchsvolle Bergstraßen erleben. Die vielen Richtungswechsel und Höhenunterschiede machen selbst kürzere Rundtouren intensiv und abwechslungsreich.
Der Fahrspaß entsteht nicht durch hohe Geschwindigkeit, sondern durch den Rhythmus der Straße. Kurze Geraden, flüssige Kurvenfolgen und überraschende Ausblicke wechseln sich ständig ab. Wer aufmerksam und angepasst fährt, erlebt den Harz von seiner schönsten Seite.
Die B242 gehört zu den wichtigsten Motorradstrecken im Harz. Sie führt als Harzhochstraße durch große Teile des Mittelgebirges und verbindet den Westharz mit dem Ostharz. Auf ihrem Verlauf liegen bekannte Orte wie Clausthal-Zellerfeld, Braunlage, Hasselfelde, Güntersberge und Harzgerode.
Die Strecke bietet lange Waldpassagen, aussichtsreiche Höhenabschnitte und zahlreiche Möglichkeiten für individuelle Abstecher. Besonders zwischen Braunlage, Sorge, Tanne und Hasselfelde erleben Motorradfahrer eine reizvolle Mischung aus flüssigen Kurven und entspanntem Tourenfahren.
Braunlage liegt zentral im Oberharz und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt oder Zwischenstation. Von hier können Motorradfahrer auf der B242 in Richtung Hasselfelde fahren oder über die B4 nach Torfhaus und Sankt Andreasberg abbiegen.
Hasselfelde verbindet mehrere wichtige Straßen des Ostharzes. Von hier führen attraktive Motorradstrecken zur Rappbodetalsperre, nach Stiege, Güntersberge, Elbingerode und in Richtung Südharz. Dadurch lässt sich beinahe jede Harzrundfahrt spontan verlängern oder verändern.
Die B4 zwischen Bad Harzburg, Torfhaus und Braunlage gehört zu den bekanntesten Bergstraßen des Harzes. Von Bad Harzburg steigt die Straße durch dichte Wälder hinauf in den Oberharz. Lang gezogene Kurven und deutliche Höhenunterschiede sorgen für ein abwechslungsreiches Fahrerlebnis.
Auf rund 800 Metern Höhe erreicht die Motorradstrecke Torfhaus. Bei klarer Sicht öffnet sich hier ein beeindruckender Blick auf den Brocken. Die Höhenlage, die Berglandschaft und der bekannte Motorradtreff machen Torfhaus zu einem der wichtigsten Ziele für Motorradfahrer im Harz.
Der Motorradtreff Torfhaus liegt unmittelbar an der B4 und zieht während der Motorradsaison Fahrer aus ganz Deutschland an. Auf den Parkflächen stehen Maschinen unterschiedlichster Marken und Baujahre nebeneinander. Bei einer Pause entstehen schnell Gespräche über Motorräder, Touren und die besten Kurven im Harz.
Rund um Torfhaus befinden sich Gastronomie, ein Nationalpark-Besucherzentrum und verschiedene Aussichtsmöglichkeiten. Der Harzturm ergänzt das Angebot mit Aussichtsplattformen und weitem Blick über die Berglandschaft. An Wochenenden und Feiertagen kann es rund um Torfhaus sehr belebt werden.
Der Brocken ist das berühmteste Ausflugsziel der Region. Sein Gipfel gehört zur geschützten Kernzone des Nationalparks Harz und darf mit privaten Motorrädern oder Autos nicht befahren werden. Die Brockenstraße ist nur für Fahrzeuge mit entsprechender Sondergenehmigung freigegeben.
Motorradfahrer können ihre Maschine in Schierke, Torfhaus oder an einem anderen erlaubten Ausgangspunkt abstellen. Von dort ist der Brocken zu Fuß oder mit der Brockenbahn erreichbar. Auch ohne Fahrt bis zum Gipfel ist das Brockenmassiv während einer Motorradtour immer wieder sichtbar und prägt das Landschaftsbild des Oberharzes.
Der Ort Schierke liegt direkt am Brocken und ist ein beliebter Zwischenstopp. Eine Fahrt mit der historischen Brockenbahn bietet die Möglichkeit, den höchsten Harzgipfel ohne lange Wanderung zu erreichen. Dampflok, Berglandschaft und die Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Grenze machen den Ausflug besonders eindrucksvoll.
Die Zufahrt nach Schierke lässt sich gut mit einer Motorradstrecke über Wernigerode, Drei Annen Hohne, Elend und Braunlage verbinden. Für die Brockenbahn sollten Fahrplan, Preise und mögliche saisonale Änderungen vorab geprüft werden.
Sankt Andreasberg liegt auf einer Hochfläche im Oberharz und ist von mehreren attraktiven Motorradstrecken umgeben. Anfahrten aus Richtung Braunlage, Sonnenberg, Oderhaus, Sieber und Bad Lauterberg verbinden zahlreiche Kurven mit starken Höhenunterschieden.
Die Straßen verlaufen durch dichte Wälder und über aussichtsreiche Höhen. Gerade der Wechsel zwischen dem tief gelegenen Siebertal und den Hochflächen rund um Sankt Andreasberg vermittelt echtes Bergstraßengefühl. Bei wechselhaftem Wetter können Nebel und Feuchtigkeit die Fahrbahnverhältnisse schnell verändern.
Die Verbindung zwischen Sieber und Sankt Andreasberg wird häufig als Sieberpass bezeichnet. Die kurvenreiche Bergstraße zählt zu den reizvollen Übergängen im Südwestharz. Wald, Gefälle und ein abwechslungsreicher Straßenverlauf fordern Aufmerksamkeit und eine saubere Linienwahl.
Über Bad Lauterberg, Herzberg und den Oderstausee lässt sich dieser Abschnitt in eine größere Südharzrunde integrieren. Motorradfahrer erleben dabei sowohl enge Bergstrecken als auch entspanntere Talstraßen.
Die Straße von Altenau hinauf nach Torfhaus gehört zu den bekannten Bergverbindungen des Oberharzes. Der Abschnitt trägt wegen seiner deutlichen Steigung den Namen Steile Wand. Waldpassagen und Kurven sorgen für eine kurze, aber intensive Auffahrt.
Die Strecke kann mit einer Fahrt entlang der Okertalsperre oder über Clausthal-Zellerfeld kombiniert werden. Oben in Torfhaus wartet der Blick zum Brocken und eine mögliche Pause am Bikertreff.
Die B498 durch das Okertal gehört zu den landschaftlich schönsten Motorradstraßen im Westharz. Zwischen Goslar-Oker und Altenau folgt sie über längere Abschnitte dem Verlauf der Oker. Felswände, Waldhänge und enge Kurven begleiten die Fahrt.
Weiter südlich erreicht die Straße die Okertalsperre. Das Zusammenspiel aus Wasser, bewaldeten Bergen und kurvenreicher Fahrbahn macht diesen Abschnitt zu einem Höhepunkt jeder Motorradtour im Harz.
Im Okertal liegt der Romkerhaller Wasserfall, der aus großer Höhe über eine Felswand hinabstürzt. Er bietet sich für einen kurzen Fotostopp und eine Pause an. Parkmöglichkeiten können begrenzt sein, weshalb Motorräder ausschließlich auf erlaubten Flächen abgestellt werden sollten.
Die Okertalsperre zählt zu den bekanntesten Seen im Harz. Die Straße verläuft teilweise unmittelbar am Wasser entlang und eröffnet immer wieder Ausblicke auf den Stausee und die bewaldeten Hänge.
Die Staumauer und verschiedene Parkmöglichkeiten rund um den See werden von Motorradfahrern gerne für eine Pause genutzt. Bei gutem Wetter treffen sich hier zahlreiche Biker, genießen den Blick über das Wasser und tauschen Erfahrungen über die gefahrenen Strecken aus.
Die Gastronomie und Rastmöglichkeiten an der Okertalsperre bieten eine angenehme Gelegenheit für Kaffee, Kuchen oder eine kleine Stärkung. Der Bereich wird häufig als Motorradtreff genutzt. Vor einer gezielten Anfahrt sollten die aktuellen und saisonalen Öffnungszeiten geprüft werden.
Die B241 führt von Goslar hinauf nach Clausthal-Zellerfeld und überwindet dabei einen deutlichen Höhenunterschied. Die Strecke verbindet flüssige Kurven mit schönen Ausblicken auf den westlichen Harzrand.
In Clausthal-Zellerfeld trifft die B241 auf weitere wichtige Tourenachsen. Von hier können Motorradfahrer über die B242 in Richtung Braunlage fahren, zum Oberharzer Wasserregal abbiegen oder über Wildemann und Lautenthal zurück ins Harzvorland gelangen.
Die Straßen rund um Lautenthal und den Innerstestausee gehören zu den reizvollen Alternativen abseits der großen Harzachsen. Die Motorradstrecke führt durch ein grünes Tal, vorbei an bewaldeten Hängen und über zahlreiche Kurven.
Der Innerstestausee ist ein beliebtes Ziel für Wassersport und sommerliche Erholung. Aussichtspunkte und erlaubte Parkmöglichkeiten bieten Gelegenheit für eine Pause. Vor dem Baden sollten die aktuellen Hinweise zur Wasserqualität und zu freigegebenen Bereichen beachtet werden.
Die L515 verbindet den Bereich der Harzhochstraße mit Lautenthal und dem Innerstetal. Der kurvenreiche Verlauf macht sie zu einer beliebten Motorradstrecke im Westharz. Sie lässt sich gut mit einer Tour über Clausthal-Zellerfeld, Wildemann, Hahnenklee oder Goslar verbinden.
Westlich von Osterode liegt die Sösetalsperre. Die umliegenden Straßen führen durch Wälder und entlang des Tals. Als Trinkwassertalsperre unterliegt der See besonderen Schutzbestimmungen; Baden und bestimmte Freizeitnutzungen sind nicht erlaubt.
Die Fahrt lässt sich mit einer Motorradrunde über Riefensbeek-Kamschlacken, Clausthal-Zellerfeld, Bad Grund und Osterode verbinden. Dabei erleben Motorradfahrer weniger bekannte Straßen und eine ruhigere Seite des Harzes.
Der Oderstausee bei Bad Lauterberg ist ein attraktives Ziel im Südharz. Die Straßen rund um Bad Lauterberg, Braunlage und Sankt Andreasberg bieten zahlreiche Möglichkeiten, den See in eine kurvenreiche Motorradtour einzubinden.
Weiter oben im Harz liegt der historische Oderteich. Er gehört zum Oberharzer Wasserregal und ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Bergbaugeschichte. Der nahe Parkplatz eignet sich für eine kurze Pause oder einen Spaziergang am Wasser.
Teiche, Gräben und Wasserläufe der Oberharzer Wasserwirtschaft dienten über Jahrhunderte der Energieversorgung des Bergbaus. Heute gehört dieses System zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eine Motorradtour zwischen Clausthal-Zellerfeld, Altenau, Sankt Andreasberg und Goslar verbindet Fahrspaß mit dieser außergewöhnlichen Kulturlandschaft.
Die Rappbodetalsperre gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen und Motorradfahrer-Treffpunkten im Harz. Die Staumauer ist mit ihrer eindrucksvollen Höhe und der umgebenden Berglandschaft ein beliebtes Fotomotiv.
Die Anfahrt über Hasselfelde, Rübeland, Elbingerode oder Blankenburg bietet kurvenreiche Straßen und abwechslungsreiche Landschaften. Motorräder dürfen nur auf den ausgewiesenen Flächen abgestellt werden, da der Bereich an schönen Tagen stark besucht ist.
Direkt an der Rappbodetalsperre überspannt die Hängebrücke Titan RT das Tal. Der 458,5 Meter lange Laufsteg bietet eindrucksvolle Ausblicke auf die Staumauer und das Bodetal. Für Besucher ohne Höhenangst ist die Überquerung eine außergewöhnliche Ergänzung zur Motorradtour.
Zusätzliche Erlebnisangebote wie Megazipline, GigaSwing und Aussichtsturm machen die Rappbodetalsperre zu einem Ziel, an dem Motorradfahrer mehr Zeit einplanen können. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und mögliche Reservierungen sollten vorab geprüft werden.
Unterhalb der Rappbodetalsperre liegt die Wendefurther Talsperre. Eine Seeterrasse, Bootsverleih und Floßfahrten bieten Möglichkeiten für eine längere Pause am Wasser. Die Umgebung verbindet Naturerlebnis mit den kurvenreichen Straßen des Ostharzes.
Von Wendefurth kann die Motorradtour über Altenbrak und Treseburg in Richtung Thale fortgesetzt werden. Das Bodetal zählt zu den eindrucksvollsten Landschaften des Harzes. Nicht alle Bereiche sind mit Fahrzeugen zugänglich, doch die umliegenden Straßen eröffnen attraktive Perspektiven.
Die Biker Ranch bei Pullman City Harz in Hasselfelde ist ein bekannter Treffpunkt für Motorradfahrer. Das Westernambiente, die Gastronomie und die zentrale Lage machen sie zu einer beliebten Station auf einer Motorradtour durch den Ostharz.
Von der Biker Ranch ist es nicht weit zur Rappbodetalsperre, nach Stiege, Güntersberge oder Braunlage. Die aktuellen Öffnungstage und saisonalen Betriebszeiten sollten vor der Anfahrt überprüft werden.
Eine besonders abwechslungsreiche Motorradstrecke im Ostharz führt von Bad Suderode über Friedrichsbrunn und die L95 nach Stiege und Hasselfelde. Enge Kurven, steile Abschnitte und längere Waldpassagen sorgen für unmittelbaren Fahrspaß.
Die Strecke lässt sich hervorragend mit Quedlinburg, Gernrode, der Rappbodetalsperre oder Pullman City kombinieren. Dadurch entsteht eine vielseitige Tagestour aus Fachwerk, Berglandschaft und kurvenreichen Straßen.
Die B81 verbindet den nördlichen Harzrand mit Blankenburg, Hasselfelde und dem Südharz. Sie ist eine wichtige Achse für Motorradtouren zur Rappbodetalsperre, nach Rübeland und in Richtung Netzkater.
Der Straßenverlauf bietet sowohl flüssige Abschnitte als auch kurvenreiche Bergpassagen. Von der B81 zweigen zahlreiche kleinere Straßen ab, über die sich individuelle Motorradrunden durch den Ostharz planen lassen.
Der Netzkater ist ein traditioneller Motorradtreff am südlichen Rand des Harzes. Seine Lage an einer beliebten Nord-Süd-Verbindung macht ihn zu einem häufig angefahrenen Pausenplatz.
Hier treffen sich Motorradfahrer aus dem Harz, Thüringen und den angrenzenden Regionen. Von Netzkater führen attraktive Strecken nach Hasselfelde, Braunlage, Nordhausen, Stolberg und zum Kyffhäuser.
Die historische Stadt Goslar ist ein herausragendes Ziel am nordwestlichen Harzrand. Die Altstadt mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern gehört gemeinsam mit dem Bergwerk Rammelsberg und der Oberharzer Wasserwirtschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Goslar lässt sich ideal mit einer Motorradtour durch das Okertal, über die B241 nach Clausthal-Zellerfeld oder über Bad Harzburg nach Torfhaus verbinden. Für einen Stadtbummel sollte das Motorrad auf einem ausgewiesenen Parkplatz abgestellt werden.
Das Bergwerk Rammelsberg vermittelt die jahrhundertealte Bergbaugeschichte des Harzes. Führungen und Ausstellungen ermöglichen Einblicke in die Arbeit unter Tage. Der Museumsbesuch bietet eine interessante Unterbrechung während einer längeren Motorradtour.
Die farbenprächtige Fachwerkstadt Wernigerode gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Harz. Das Schloss thront weithin sichtbar über der Altstadt und bietet eine eindrucksvolle Kulisse.
Von Wernigerode führen schöne Motorradstrecken über Drei Annen Hohne, Elbingerode und Rübeland oder über Ilsenburg in Richtung Bad Harzburg. Dadurch lässt sich der Stadtbesuch problemlos in eine Harzrundfahrt integrieren.
Der Höhlenort Rübeland liegt an einer kurvenreichen Verbindung zwischen Blankenburg, Elbingerode und der Rappbodetalsperre. Die Hermannshöhle und die Baumannshöhle gehören zu den bekannten Tropfsteinhöhlen der Region.
Ein Höhlenbesuch bietet besonders an heißen Tagen eine angenehme Abkühlung. Festes Schuhwerk und eine zusätzliche Jacke sind sinnvoll, da unter Tage ganzjährig niedrige Temperaturen herrschen.
Der Hexentanzplatz bei Thale ist eines der berühmtesten Ausflugsziele des Harzes. Hoch über dem Bodetal verbinden sich sagenhafte Geschichten, Aussichtspunkte und touristische Attraktionen. Die Auffahrt ist bei Motorradfahrern beliebt, kann an Wochenenden jedoch stark frequentiert sein.
Auf der gegenüberliegenden Seite erhebt sich die Rosstrappe. Beide Aussichtsfelsen bieten beeindruckende Blicke in das tief eingeschnittene Bodetal. Für einen Besuch sollten ausreichend Zeit und eine sichere Parkmöglichkeit eingeplant werden.
Die UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg beeindruckt mit ihrer historischen Altstadt, dem Schlossberg und mehr als 2.000 Fachwerkhäusern. Sie ist ein lohnendes Ziel am nordöstlichen Harzrand.
Von Quedlinburg erreichen Motorradfahrer über Gernrode, Bad Suderode und Friedrichsbrunn schnell die kurvenreichen Straßen des Ostharzes. Kultur, Gastronomie und Fahrspaß lassen sich dadurch ideal verbinden.
Die Fachwerkstadt Stolberg gehört zu den schönsten Zielen im Südharz. Enge Straßen, bewaldete Berge und das historische Ortsbild schaffen eine besondere Atmosphäre. Das Schloss oberhalb der Stadt ist schon bei der Anfahrt sichtbar.
Stolberg lässt sich gut mit einer Motorradtour über Netzkater, Ilfeld, Hasselfelde oder den Kyffhäuser verbinden. Im historischen Ortskern ist eine langsame und rücksichtsvolle Fahrweise selbstverständlich.
Südöstlich des Harzes liegt das Kyffhäusergebirge. Die kurvenreiche B85 über den Kyffhäuser ist eine bekannte Motorradstrecke und lässt sich gut als Erweiterung einer Südharzrunde einplanen.
Die Straße ist anspruchsvoll und wird stark überwacht. Zeitweise können besondere Geschwindigkeitsregelungen oder Einschränkungen für Motorradfahrer gelten. Vor der Fahrt sollten deshalb aktuelle Verkehrs- und Streckenhinweise geprüft werden.
Okertalsperre, Rappbodetalsperre, Wendefurther Talsperre, Innerstestausee, Oderstausee und Sösetalsperre geben der Motorradregion Harz zusätzlichen landschaftlichen Reiz. Viele dieser Gewässer lassen sich über kurvenreiche Straßen erreichen und bieten eindrucksvolle Fotomotive.
Nicht an jeder Talsperre ist Baden erlaubt. Besonders Trinkwassertalsperren unterliegen strengen Schutzbestimmungen. Motorradfahrer sollten deshalb die örtlichen Hinweise beachten und ihre Maschine ausschließlich auf freigegebenen Parkflächen abstellen.
An freigegebenen Bereichen von Okerstausee, Innerstestausee und Oderstausee sind abhängig von den aktuellen Bedingungen Baden oder Wassersport möglich. Die Wendefurther Talsperre bietet Bootsverleih und Floßfahrten. Vor einem geplanten Badestopp sollten die geltenden Regeln und die aktuelle Wasserqualität kontrolliert werden.
Der Nationalpark schützt besonders wertvolle Wald-, Moor- und Berglandschaften rund um den Brocken. Motorradfahrer dürfen ausschließlich die öffentlichen Straßen nutzen. Gesperrte Wege, Forststraßen und die Brockenstraße sind zu respektieren.
Rücksicht auf Natur, Wildtiere, Wanderer und Anwohner gehört zu einem verantwortungsvollen Motorradurlaub. Angepasstes Tempo und ein möglichst geräuscharmer Fahrstil helfen dabei, die Akzeptanz des Motorradverkehrs in der Region zu erhalten.
Im Frühling erwacht der Harz langsam aus der Winterruhe. In höheren Lagen können noch lange niedrige Temperaturen, Streusalzreste oder Schäden an der Fahrbahn auftreten. Vor der ersten großen Motorradtour empfiehlt sich daher eine sorgfältige Streckenprüfung.
Im Sommer ermöglichen lange Tage ausgedehnte Harzrunden. Die Höhenlagen rund um Torfhaus, Braunlage und Sankt Andreasberg bieten häufig angenehmere Temperaturen als das Harzvorland. An Wochenenden sind bekannte Ziele und Motorradtreffs besonders gut besucht.
Im Herbst verwandeln sich die Wälder des Harzes in ein intensives Farbenspiel. Goldene und rote Blätter begleiten die kurvenreichen Straßen durch das Okertal, rund um die Talsperren und über die Harzhochstraße.
Feuchtes Laub, Nebel, tiefer Sonnenstand und frühe Dunkelheit erfordern eine besonders vorausschauende Fahrweise. Wer sein Tempo anpasst, erlebt den Harz während einer seiner schönsten Jahreszeiten.
Im Harz können Baustellen, Unwetterschäden, Veranstaltungen oder Naturschutzmaßnahmen zeitweise zu Sperrungen und Umleitungen führen. Auf einzelnen beliebten Motorradstrecken gelten möglicherweise besondere Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Verkehrsregelungen.
Vor jeder größeren Motorradtour im Harz sollten deshalb die aktuelle Verkehrslage, das Wetter und mögliche Streckenhinweise geprüft werden. Dies gilt besonders für die Bereiche Torfhaus, Sankt Andreasberg, Kyffhäuser und die stark besuchten Talsperren.
Der Harz mit dem Motorrad bietet weit mehr als einzelne spektakuläre Straßen. Es ist die Kombination aus B242, B4, B498, B241, L95 und zahlreichen Nebenstrecken, die das Mittelgebirge zu einem vielseitigen Tourenrevier macht.
Im Westharz begeistern Okertal, Clausthal-Zellerfeld und Goslar. Im Oberharz warten Torfhaus, Braunlage und Sankt Andreasberg. Der Ostharz lockt mit Rappbodetalsperre, Hasselfelde, Thale und Quedlinburg, während im Süden Stolberg, Netzkater und der nahe Kyffhäuser für weitere Kurven sorgen.
Ob kurze Ausfahrt, große Tagestour oder mehrtägiger Motorradurlaub: Der Harz verbindet intensive Fahrfreude mit Natur, Geschichte und bekannten Bikertreffs. Wer am Morgen durch das Okertal fährt, mittags am Torfhaus auf den Brocken blickt und am Nachmittag die Rappbodetalsperre erreicht, erlebt an einem einzigen Tag die ganze Vielfalt dieser faszinierenden Motorradregion.


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